Martin Neumann's Blog

Siehst du nicht, dass dieses ganze Haus der Welt für dich gemacht ist? …

| Keine Kommentare

Gestern Abend habe ich Freunde im Westerwald besucht, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte und wir hatten einen sehr schönen Sommerabend mit langen, intensiven Gesprächen. Dabei kamen wir auch auf unseren verstorbenen Freund Winfried zu sprechen. Er hatte an diesem Abend einen besonderen Platz in unserer Mitte und es gab eine große Dankbarkeit dafür, dass er uns ein Stück weit unseres Weges begleitet und geprägt hat mit seiner zutiefst offenen und mitfühlenden Art.

Liebe Leser/-innen, vielleicht mag euch mein Bezug zu Gott zu abgehoben, nicht angemessen vorkommen. Ich weiß, dass ich damit nicht jedermanns “cup of cake” bin. Aber es ist das, was ich gerade sehr intensiv fühle und spüre, ein Vertrauen in eine Kraft, die in diesen Zeiten oft als weltfremd empfunden wird. Und ich werde jeden Tag überrascht, weil ich lerne anzunehmen und auch loszulassen.

Der folgende Text gibt mir zur Zeit viele Anregungen zum Nachdenken:

Du Mensch, warum giltst du dir so wenig, da du doch für Gott so kostbar bist?
Gott ehrt dich so hoch; warum entehrst du dich so sehr?
Warum suchst du nach dem, woraus du geschaffen bist
und nicht nach dem, wofür du gemacht wurdest? -
Siehst du nicht, dass dieses ganze Haus der Welt für dich gemacht ist?
Das Licht geht in dich ein und vertreibt die Finsternis, die dich umgibt.
Für dein Wohl wurde die Nacht eingeführt, für dich der Tag abgemessen.
Für dich wurde der Himmel mit den vielfältigen Strahlen von Sonne, Mond und Sternen erhellt, für dich die Erde mit Blumen, Baumpflanzungen und Früchten ausgemalt.
Für dich wurde in der Luft, auf dem Feld und im Wasser lückenlos die wunderbare Menge der Lebewesen geschaffen, damit keine traurige Einsamkeit die Freude an der neugeschaffenen Welt zerstörte. -
Noch etwas denkt sich der Schöpfer zusätzlich zu deiner Ehre aus: Er macht dich zum Träger seiner Gestalt. Das sichtbare Ebenbild sollte auf der Erde den unsichtbaren Schöpfer gegenwärtig machen.

(Petrus Chrysologus,  Bischof von Ravenna 380 – 451 )

Heute wünsche ich dir, dass du deine innere Dankbarkeit entdeckst und von Herzen die Fülle und das Vertrauen spürst, das dir geschenkt wurde und wird. Bewahre es/sie/dich gut.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

P.S.: Winfried, wir haben gestern Abend viel mit Dir gelacht. Du warst uns so nah. Dein Lachen war immer so ansteckend und voller Freude. Danke, dass es Dich gab und gibt in unserem Leben.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: