Martin Neumann's Blog

Auf den Hund gekommen, oder Gedanken beim Gehen …

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Seit gut einer Woche habe ich zwei Hunde in Pension. Das ist eine schöne, aber auch anstrengende Aufgabe mit viel Verantwortung. 3-4 mal am Tag heißt es sich in wetterfeste Kleidung werfen und dann los, egal wie das Wetter ist. Am liebsten mag ich die Spaziergänge am Morgen, wenn es langsam hell wird und der Tag erwacht. Es begegnen einem kaum Menschen und es sind Momente der Stille und des Ruhens. Oftmals nutze ich die Gelegenheit aus dem Gehen eine Meditation zu machen. Ich versuche genau nachzuspüren, wie meine Füße sich auf der Erde bewegen, wie die Erde riecht und wie sie beschaffen ist. Heute morgen war sie zum Beispiel mit Rauhreif überzogen und glitzerte in der Sonne. Wenn ich über eine Wiese ging, konnte ich das Gras knirschen hören. Die alten Blätter, die noch vom Herbst übrig waren, rochen modrig und die Erde roch frisch, so als würde sie sich zum Aufbruch bereit machen. Das Gras fühlte sich steif und rauh an.

Es sind die Momente, in denen ich alles um mich herum vergesse und ganz unbewusst sehr präsent bei mir bin. Das ist inzwischen ein Prozess, der wie von selbst läuft und mir den Weg zu mir selbst und dem Moment öffnet. Dankbarkeit dafür, dass die Natur mir soviel schenkt und ich in ihr sein darf. Verschmelzung. Das spüren auch die Tiere, die dann ganz ruhig und gelassen werden, so als ob sie sich auch verbinden. Energie fließt.

An diesem frühen Sonntag-Abend möchte ich dich für diese Form der Mediation begeistern. Einfach schauen, wie du gehst, wie du atmest, welche Sinne angesprochen werden. Und dann loslassen in dieses Gefühl der Verschmelzung und der Verbindung mit der Natur und der Mutter Erde.

“Jetzt ist die Zeit, die Erde mit unseren Füßen zu küssen, mit unserer Liebe.” (Thich Nhat Hanh)

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

 

Ein Kommentar

  1. Finde auch, dass diese alltägliche Art der Mediation mitunter wertvoller ist, als das reine Sitzen. Schöner Beitrag :-)

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