Martin Neumann's Blog

Frühlingsbeginn oder auch Bodhichitta …

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Heute habe ich ein wunderbares Buch zu Ende gelesen. Es heißt “Die Katze des Dalai Lama”. Geschrieben wurde es von David Michie, einem praktizierenden Buddhisten und Meditationslehrer. In 12 Kapiteln werden verschiedene Aspekte des Buddhismus aus der Perspektive einer Katze beleuchtet. Eine warmherzige und humorvolle Lektüre, die sehr viele Ansätze zum Nachdenken über das eigene Leben und Verhalten beinhaltet.

Im letzten Kapitel wird auf den Aspekt des Bodhichitta eingegangen. Bodhichitta wird als die selbstlose Entschlossenheit, das Ziel der Erleuchtung nicht aus Eigennutz, sondern zum Wohle aller Wesen zu erlangen definiert. Praktisch heißt das, dass ich all meinen Handlungen , sowohl im Denken als auch in meinen Tätigkeiten, in den Dienst an andere Lebewesen stelle und damit zur Erkenntnis erlange.  Der Yogameister in dessen Tradition ich unterrichte, Swami Sivananda, würde dies auch als selbstloses Dienen bezeichnen. In der kommenden Woche möchte ich versuchen das Bodhichitta stärker in meinen Gedanken zu verankern und es zu leben.

Gerne möchte ich den nachfolgenden Text aus dem Buch mit euch teilen:

“Die Kraft der Tugend ist viel, viel stärker als die Kraft der Negativität. Und es gibt keine größere Tugend als die des Bodhichitta. Wenn wir diesen Geist der Erleuchtung kultivieren, konzentrieren wir uns auf unsere inneren Qualitäten, nicht auf die äußeren. Wir besinnen uns auf das Wohlergehen der anderen und denken nicht mehr an uns selbst. Das ist eine große Aufgabe, die nicht auf dieses kurze Leben beschränkt ist. Sie läuft unseren gewohnten Gedanken zuwider und schwört den Geist auf eine völlig andere, sehr mächtige Denkweise ein.” …

“Jedes Mal, wenn wir unseren Mitmenschen etwas Gutes tun – selbst etwas ganz Gewöhnliches, das sie von uns erwarten -, sollten wir folgenden Gedanken dabei haben: “Möge ich mit diesem Akt der Liebe, dieser bereitwilligen Freigebigkeit, die Erleuchtung erringen und alle Lebewesen befreien.” Jedes mal wenn wir großzügig sind – sei es, in dem wir etwas für einen guten Zweck spenden oder eine Katze streicheln -, sollten wir uns daran erinnern.”

(Die Katze des Dalai Lama, David Michie, S. 248)

Mit diesen schönen Gedanken möchte ich heute den Frühlingsbeginn begrüßen und allen Lebewesen sowie der Natur für ihr Bodhichitta und die klare Erinnerung daran danken.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

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