Martin Neumann's Blog

Venus, wo bist Du?

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Letzte Woche war ich mit Niklas Wandern auf Korsika. Das war eine sehr schöne Vater-Sohn-Tour.

An einem Tag war die Luft so klar, dass man die Venus den ganzen Tag beobachten konnte. Wir sind auch auf meinen Lieblingsberg den Monte San Petrone gestiegen, von dem man fast die ganze Insel und das Meer mit seinen Inseln (Elba, etc.) überblicken kann (Foto folgt evtl. noch…).

Die Sichtung der Venus am Tage fasziniert mich immer wieder, denn das ist ein faszinierender Effekt. Es dauert am Anfang ein paar Minuten, bis man sie im grenzenlosen Blau entdeckt hat. Wenn man sie einmal wahrgenommen hat, erscheint sie ganz deutlich und strahlend.

Ich habe daher am Strand liegend herumexperimentiert (ich kann nicht lange “einfach so” daliegen…). Man kann die Venus nur entdecken, wenn man die Augen von der direkten Sonne abschattet, aber wenn man sie gesichtet hat, kann man sie tatsächlich selbst im strahlenden, die Augen streifenden Sonnenschein ohne Abschattung der Augen sehen. Unsere Augen sind schon ein unglaubliches Wunderwerk! Ich glaube (für mich) entdeckt zu haben, dass das “Venus-Sehen” nicht einfach eine rein optische Angelegenheit ist. Ich habe die Position der Venus mit der unter Astronomen üblichen Zuhilfenahme der Hände und Finger am ausgestreckte Arm ziemlich exakt im Verhältnis zur Sonne und dem Mond lokalisiert. Wenn ich dann für einige Minuten nicht mehr hingeschaut habe, war sie plötzlich “verschwunden”. Erst nach einem “Suchtraining” der Augen an der vermuteten Position von ca. 1 Minute war sie plötzlich wieder da. Ich glaube, dieses Venus-Sehen ist so eine Art Augen-Hirn-Gemeinschaftsproduktion. Dafür spricht auch, dass sich die Venus sich auf meiner 12-Megapixel-Kamera nicht abbilden liess (das Foto stammt leider nicht von mir). Vielleicht machte die Kamera auch eine automatische Bildfehler-Korrektur und hat die Venus entfernt. So a la “Ist das Kunst, oder kann das weg?”

Wie dem auch sei. Die Venus am hellichten Tag als dritten astronomische Körper (neben Sonne und Mond) am Himmel zu entdecken, macht mir immer wieder Riesenspass. Du solltest es auch mal versuchen! Zur Zeit geht das ganz gut. Am leichtesten ist es, wenn der Mond in ihrer Nähe steht und als Wegweiser dienen kann.

Ich wünsche Dir heute, dass Du die Wunder dieser Erde immer wieder neu entdeckst. Im Großen, im Kleinen, im Alltäglichen, im Strahlenden oder in der Stille.

Liebe & Licht

 

 

 

Ein Kommentar

  1. Lieber Martin,

    erst einmal ist es schön, Dich wieder im morgenraum schreibend zu finden und dann als Geschenk einen tollen Beitrag. Gefällt mir sehr gut. Das mit der Venus muss ich dann mal ausprobieren. Bald kann ich auch wieder mein universe2go richtig strapazieren. Dann heißt es wieder: “Weißt Du wieviel Sternlein stehen, an dem blauen Himmelszelt?”

    Liebe Grüße an Euch nach Bad Meinberg und eine Sommernacht voller Sterne
    Ines :-)

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