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Glückstraining No. 6

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Das sechste Glückstraining ist anders als die ersten fünf. Die ersten fünf waren Trainings, um das Glück zu fördern. Das sechste behandelt eine der beiden hauptsächlichen Glücks-Blockaden: Stress. (Was ist die andere Hauptblockade? Natürlich Angst. Yep). Es wäre schwierig, wenn nicht gar unmöglich, glücklich zu sein, wenn man sich gestresst fühlt. Ich habe das selbst vor Weihnachten erlebt. In meinem Projekt gab es schwierige Probleme, meine Mama lag im Krankenhaus, ich hatte einen Hexenschuss und Jonathan schlief sehr schlecht. Mein Leben fühlte sich so was von „steiler Berganstieg“ an. Trotzdem war ich nicht unglücklich oder unzufrieden (ich hoffe ein paar Leser, die mich persönlich kennen, können das bestätigen).

Die Stress-Blockade kommt nicht primär aus den Umständen in denen wir stecken. Sie resultiert aus unserem Widerstand gegen die Umstände. Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab. Entweder Du lässt es schleifen und deine Zufriedenheit geht ebenso auf und ab, oder Du entscheidest dich dafür, dich vom Stress nicht unterkriegen zu lassen. Resilience nennt man das im Englischen. Das bedeutet Widerstandskraft, aber auch Federkraft oder Nachgiebigkeit oder Elastizität. Das finde ich viel, viel besser. Das deutsche Wort Widerstandskraft ist meines Erachtens problematisch. Der Stress kommt und ich gehe in den Widerstand. Weißt Du, was mit einem Baum passiert, der bei einem starken Sturm in den Widerstand geht? Er wird entwurzelt. Ein Baum geht nicht in den Widerstand. Er gibt nach und biegt seine Äste mit dem Wind. Das ist das Geheimnis von Bäumen, die viel stabiler sind, als alles was Menschen mit entsprechender Grösse und Materialaufwand bauen.

Während der stressigen Phase vor Weihnachten haben mir vor allem meine Übungen geholfen. War ich immer happy und habe alle Zeit gegrinst wie ein Honigkuchenpferd? Natürlich nicht. In solchen Zeiten geht es auch nicht darum, besonders ‚happy‘ zu sein, sondern seinen Frieden und die Dankbarkeit für die kleinen Geschenke des Lebens nicht zu verlieren.

Hier sind ein paar Tipps, um mit Stress besser fertig zu werden. Davon gibt es auch Tausende. Ich finde, am Ende ist nur die Einstellung wichtig: Widerstand oder Elastizität?

1) Rational oder Emotional?
Zunächst einmal gibt es zwei grundsätzliche Strategien, um mit dem Stress fertig zu werden. Die erste ist, rational vorzugehen: Einen Arbeitsplan erstellen. Prioritäten festlegen. Ruhezeiten organisieren. Ratschläge einholen. Arbeit abgeben und delegieren. Die zweite ist, sich um die emotionale Seite zu kümmern: Hilfreiche Aktivitäten machen, wie Meditation, Entspannungsübungen oder Sport. Sich mit Freunden treffen und verbinden. Eine Therapie machen. Sich an Gott wenden. Tagebuch schreiben. Welche der beiden Strategien besser passt hängt ganz stark von der Situation und deiner eigenen Persönlichkeit ab. Ich persönlich glaube, dass eine Mischung aus beiden Strategien am effektivsten ist.

2) Einen Sinn in der Situation sehen
Auch wenn es unheimlich schwer fällt zu glauben, dass eine beschissene Situation etwas gutes haben soll, wenn man IN der Situation steckt: im Nachhinein haben sich alle meine schwierigen Lebenssituationen als sehr lehrreich und wertvoll für mich erwiesen. Und damit bin ich nicht allein. Es gibt tausende von Geschichten, in denen Menschen durch ein großes Unglück aufgewacht sind, und ihr Leben danach viel mehr als vorher zu schätzen wissen. Auch dazu gibt es gesicherte wissenschaftliche Untersuchungen. Man bezeichnet dies als post-traumatisches Wachstum. Daher ist es eine gute Übung, deine Situation zu reflektieren (Vorsicht! Bitte nicht Überdenken!!!!) und darüber zu schreiben. Reflektierend schreiben. NICHT WERTEND schreiben. Mir hilft das sehr.

Ich wünsche Dir heute, dass Du mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen verstehst und nicht vergisst, was das eigentliche Ziel ist: glücklich zu sein.

Liebe & Licht
Martin

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  1. Pingback: Das Wie des Glücks | Martin Neumann's Blog

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