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Glückstraining No. 10

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Gestern habe ich über die glückssteigernde Wirkung des Den-Moment-Geniessens geschrieben. Das ist sehr wichtig, dass wir im Hier und Jetzt leben. Allerdings weiß man aus psychologischen Studien, dass alkoholabhängige Landstreicher und Alzheimer-Patienten ganz im gegenwärtigen Moment leben. Es ist wichtig die Reise zu geniessen und sich nicht nur auf das Ziel zu freuen. Aber um überhaupt auf eine Reise zu gehen braucht es ein Ziel. Der australische Psychologe Beran Wolfe fasst seine jahrzentelangen Studien zusammen in diesem schönen Zitat: „Wenn Du wirklich glückliche Menschen suchst, wirst Du sie dabei entdecken, wie sie ein Boot bauen, eine Symphony komponieren, sich ganz um die Erziehung ihres Sohnes kümmern, wunderschöne Dalien im Garten pflanzen oder nach Dinosauriereiern in der Wüste Gobi suchen.“

Über die zehnte Übung des Glücks habe ich daher schon oft geschrieben: Ziele verfolgen. Und genauso bizarr wie die Tatsache, dass wir manchmal einen Anstupser brauchen, damit wir nicht vergessen, dass Leben zu geniessen, ist die Tatsache, dass wir manchmal Hilfe brauchen, um herauszufinden, welche Ziel wir eigentlich verfolgen wollen. Hier ein paar Tipps zur Zielfindung:

1) Intrinsische versus extrinsische Ziele
Lies diesen Beitrag.

2) Anziehungsziele versus Vermeidungsziele
Willst Du mit einem Ziel etwas positives erreichen oder etwas negatives vermeiden? Oft passiert einem das beim Jobwechsel. Wolltest Du wirklich den neuen Job oder wolltest Du nur einfach raus aus deinem Job? Oder wolltest Du wirklich nach Australien oder wolltest Du nur einfach raus aus Deutschland? Ich werde deine Intelligenz nicht beleidigen, indem ich schreibe, was wohl besser ist.

3) Authentische Ziele
Willst Du wirklich dieses Ziel erreichen? Oder wollen deine Eltern es? Oder willst Du einfach jemanden folgen, den Du als Mensch toll findest? Oder glaubst Du aus irgendeinem anderen Grund, Du müsstest es machen? Zugegegeben – dieser Punkt ist besonders schwierig, weil wir uns ja gerade dieser Fremdbestimmung nicht bewusst sind. Der beste Weg, es herauszufinden ist, mit einer guten Freundin darüber zu reden.

4) Flexible versus rigide Ziele
Meinen dritten Marathonlauf habe ich in 3:30:57 absolviert. Mein Ziel war es 3:30 zu laufen. Ich war glücklich und stolz, dass ich das Ziel erreicht hatte. Ein Nachbar sagte zu mir (und er meinte es wirklich ernst, denn er läuft auch Marathon) „Ist ja wirklich schade, dass Du die 3:30 NICHT erreicht hast.“ Ziele sollten messbar sein, aber wenn dein Ziel in Beton gemeisselt ist, bist Du auf dem besten Weg ins Unglücklichsein.

Ich wünsche Dir heute, dass Du ein ausgeglichenes Gleichgewicht zwischen deinen Zielen und dem Leben im Moment findest. Dort an diesem Schnittpunkt ist das Glück zu Hause.

Liebe & Licht
Martin

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