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Muttertag – I’m not there …

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In zahlreichen Werbesports im Fernsehen, in den Printmedien, auf Plakaten wird heute der Muttertag stark beworben.  Eine Erinnerung über alle Informationskanäle unserer modernen Gesellschaft. Ist eigentlich nicht jeder Tag ein Mutter- bzw. Vatertag? Und was ist eigentlich mit den kinderlosen Paaren oder Singles? Sind sie keine Mütter oder Väter im Sinne?

Muttertag mal historisch
Der Ursprung unseres Muttertags liegt in den USA. Eine Methodistin rief diesen Tag am 12. Mai 1907 ins Leben, in Gedenken an ihre verstorbene Mutter.  Sie widmete sich danach hauptberuflich dem Ziel, einen offiziellen Muttertag zu schaffen, und startete eine Initiative für die Einführung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter, indem sie Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine schrieb. Die Bewegung wuchs sehr rasch an. Mit steigender Verbreitung und Kommerzialisierung des Muttertags wandte sich die Begründerin des Feiertages von der Bewegung ab, bereute, diesen ins Leben gerufen zu haben, und kämpfte erfolglos für die Abschaffung des Feiertages.

Ein gutes Beispiel, wie sich die Dinge verselbständigen, ihre eigentliche Bedeutung verlieren und eine Industrie daraus Profit erwirtschaftet.

Für mich ist jeder Tag auch ein Mutter-/Vatertag, da meine Eltern in Gedanken immer bei mir sind. Beide sind kurz hintereinander gegangen. Ich bin dankbar für die Zeit, die ich mit ihnen auf einem gemeinsamen Weg verbringen durfte (der war manchmal ganz schön holprig und anstrengend) und die Werkzeuge, die sie mir auf meinem Weg mitgegeben haben. Ebenso bin ich auch dankbar für die Grenzen, die sie mir gesetzt haben, denn nur so konnte ich wachsen und reifen.

Das folgende Gedicht von Mary Frye möchte ich ihnen heute widmen:

I’m not there

Don’t stand by my grave and weep
For I’m not there, I do not sleep
I am a thousand winds that blow
I am the diamonds glint on snow
I am the sunlight on ripened grain
I am the gentle autumn’s rain
When you awaken in morning’s hush
I am the swift uplifting rush
Of quiet birds in circle flight
I am the soft stars that shine at night
Do not stand at my grave and cry
I am not there, I did not die.

Am heutigen Tag wünsche ich Dir viel Qualitätszeit und Achtsamkeit mit Deinen Eltern. Ist es nicht das größte Geschenk wenn wir Zeit schenken, sei es in Form von Gedanken oder persönlicher Anwesenheit und den Personen, die uns wichtig sind zeigen, ich denke an dich. Danke, dass du mein Leben bereicherst egal wie nah oder fern du bist.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines 🙂

Ein Kommentar

  1. Qualitätszeit, das ist eigentlich immer der Schlüssel. Leider haben viele Menschen das aus dem Blick verloren.
    Melanie

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