morgenraum

deine tägliche Dosis Inspiration

Die Lichter der Stadt Gottes

| Keine Kommentare

In seinem ersten Buch „Natur“ schreibt Ralph Waldo Emerson eine wunderschönes Hohelied auf die Natur. Darin besonders erhebend für mich das, was er über den Sternenhimmel schreibt.
„Würden die Sterne nur einmal in tausend Jahren scheinen, so wären die Menschen voll von Bewunderung. Und noch viele Generationen später würde diese Nacht in der Erinnerung weiterleben, in der der Mensch die Stadt Gottes erblickt hat.“

Mich bringt ein dunkler Sternenhimmel dazu die Arme zum Himmel zu heben und auszurufen: „This is my church!“. Oh, wie bitter ist mir doch die Verschmutzung des Blickes auf die Lichter der Stadt Gottes bei uns. Warum spüren wir nicht mehr die Faszination und die tiefe Ehrfurcht, wie sie Emerson so bewegend beschreibt? Vielleicht sind die meisten Menschen doch vom Sternenhimmel fasziniert aber resigniert über die heimische Lichtverschmutzung oder auch einfach ignorant (=nicht-wissend).

Hier auf Corsica gibt es einen wunderschönen Sternenhimmel. Und wunderschöne Strände, Sonne und eine Meer von duftenden Sträuchern. Als dies können wir per se in Deutschland nicht haben. Aber wenn jemand glaubt, der Sternenhimmel auf Corsica sei schöner als unser heimischer, dann irrt er sich gewaltig. Die Lichter der Stadt Gottes sind bei uns genauso prächtig! Sie bevorzugen niemanden mit ihrer Pracht. Doch wir haben dieses wundervolle Naturschauspiel bis zur Unkenntlichkeit verschmutzt. Das schmerzt mich sehr.

Liebe & Licht
Martin

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.