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Klatsch und Tratsch

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Große Organisationen haben ein Problem, welches kleine nicht haben. Es ist keine einfache Führung mehr ohne eine Mehr-Ebenen-Organisation möglich. Meist zeigen sich dann Führungsschwächen besonders deutlich, weil die direkte Rückmeldung fehlt. Es beginnen Querelen und ein nicht unerheblicher Teil der Energie der Gruppe wird für soziale Interaktionen verwendet. Man könnte auch sagen: Für Klatsch und Tratsch. Meist werden dort die Fehler der anderen, insbesondere die der Führungspersonen offengelegt.

Als Mitglied einer solchen Organisation fühlt man sich offensichtlich ungerecht behandelt. Man glaubt, man hat ein Recht darauf sich zu beschweren. Wenn der Frust dann keinen direkten Weg zum Frust-Auslöser findet, dann eben über Umwege. Was man dabei leicht verkennt: Man schadet sich selbst und der Gruppe mehr, als dem Frust-Auslöser. Wie also soll man sich verhalten? Alles stillschweigend hinnehmen? So lange eine harte Haltung einnehmen, bis man sein Recht bekommt? Eine Organisation suchen, in der die Führungspersönlichkeiten die Qualität eines Lord Krishna haben?

Die Quelle des Problems scheint mir, das wir uns als separat von der Gruppe wahrnehmen. Daher meinen wir, sie kann uns und wir ihr Schaden zufügen. Das ist eine Illusion. „Alles was ihr meinen Brüdern tut, tut ihr mir“ bedeutet, dass es keinen Unterschied zwischen Dir und der Gruppe gibt. Bedeutet das, dass wir uns im Kollektiv auflösen sollen wie Schleimpilze, die in der Lage sind, komplett zu einer Riesenzelle zu verschmelzen? Ganz im Gegenteil. Betrachte einen Ameisenstaat. Viele verstehen die Ameisen falsch. Sie denken, das einzelne Individuum sei unbedeutend. Aber es gibt keinen Ameisenstaat jenseits der einzelnen Ameisen. Nimm alle Ameisen weg und es bleibt nichts übrig!

Ich wünsche Dir heute, dass Du erkennst, dass die Schwäche der Gruppe deine Schwäche ist. Der einzige Weg dieser Schwäche zu begegnen, ist, dass Du stärker wirst.

Liebe & Licht
Martin

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