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Erstmals künstliches Leben?

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Gestern hat mir eine nette Kollegin von ihrer Oma erzählt. Diese hatte Orchideen, mit denen sie jeden Morgen liebevoll sprach. Entsprechend prachtvoll seien Oma’s Blumen gewesen.

Wenn man die Sache wissenschaftlich betrachtet, könnte man versucht sein, zu analysieren, ob das gute Wachstum denn wirklich mit dem Besprechen zu tun hat. Man würde verschiedene Blumen, mit variierenden Texten (z.B. Bibeltexte und Toaster-Gebrauchsanleitungen) in variierender Länge und Tageszeit untersuchen. Das ist natürlich kompletter Unsinn, da ja die wirklich entscheidende Komponente fehlt: die Liebe der Oma zu ihren Blumen.

Die Liebe lässt die Dinge wachsen, nicht unsere Technik. So sind wir zum Beispiel nicht in der Lage, uns nachhaltig im Weltraum ohne Pflanzen, dass heisst nur mit synthetischer Nahrung zu versorgen.

Vor ein paar Jahren machte Craig Venter der „Vater“ der synthetischen Biologie große Schlagzeilen in der Fachwelt. Es sei ihm gelungen zum ersten Mal eine Zelle im Computer zu entwerfen und zu synthetisieren. Schaut man genau hin, so stellt man fest, dass er den DNA-Text von Zellen abgelesen (sog. Sequencing) und diesen am Computer neu zusammengesetzt hat. Anschliessend hat er wieder in DNA-Text zurück geschrieben und in eine Zelle eingepflanzt, deren eigene DNA er vorher entfernt hatte. Fertig war der „künstliche“ Organismus.

Das ist in etwa so, wenn ich kein Aramäisch könnte und Textstellen aus der Original-Bibel, kein Sanskrit könnte und Textstellen aus den Original-Upanishaden, kein Chinesisch könnte und Textstellen aus dem Original-I Ging rauskopieren, im Computer neu anordnen und dann auf Papier wieder ausdrucken würde. Hätte ich dann zum ersten Mal ein grosses spirituelles Werk im Computer künstlich erzeugt? Come on, Craig ;-). Natürlich haben deine Bio-Techniker eine anerkennenswerte technische Meisterleistung vollbracht, unabhängig davon, was man moralisch oder ethisch davon halten mag. Aber „künstliches“ Leben geschaffen? LoL.*

Dieses gewaltige Leben-Dingens auf diesem Planeten ist ein Akt der Liebe. Wir sollten anfangen es entsprechend auch so zu behandeln.

Ich wünsche Dir heute, dass Du all deine Liebe in den Daumen gibst, damit er nachhaltig grün wirken kann 😉

Liebe & Licht
Martin

*LoL = Laughing out Loud (Hinweis für Mama ;-))

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