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Ballmer gescheitert?

| 1 Kommentar

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Vor fünf Tagen hat Steve Ballmer, der Chef von Microsoft seinen Rücktritt erklärt. Er geht mit ca. 15 Milliarden Dollar Privatvermögen in Rente. Kann man da von Scheitern reden? Foren- und Twitterbeiträge zielen meistens auf die soziale Fragestellung, ob er oder überhaupt ein Einzelner es verdient hat, so viel Geld zu haben. Die Frage halte ich für sinnlos. Vielmehr interessiert mich die Frage, ob er persönlich gescheitert ist.

Wenn man Ballmer mal gesehen hat, vermutet man, dass sein Ego ungefähr die Größe eines Brachiosaurus hat. Die Kommentatoren aller großen Medien singen den gleichen Abgesang auf ihn: er hat Microsoft im Vergleich zu seinen Konkurrenten Apple und Google schlecht geführt. Fondsmanager fordern schon länger seinen Rücktritt. Und auch ich muss gestehen, dass ich gerne scherzhaft gesagt habe: „Ich mache mir keine Sorgen. Wenn so einer wie Ballmer ein Weltunternehmen leiten kann, dann kann ich ebenfalls jeden Job auf diesen Planeten erledigen.“ Ich kann mir kaum vorstellen, dass die 15 Milliarden ausreichen, seinen Ego-Schmerz zu lindern.

Was bedeutet Scheitern für mich? In einem Gedicht des Mystikers Kabir heisst es:

Die Wahrheit ist: Du selbst hast dich abgewandt
Und dich entschieden, allein ins Dunkel zu gehen.
Nun hast Du dich in andere verstrickt
Und hast vergessen, was Du einst wusstest.
Und deshalb ist alles, was Du tust, seltsam zum
Scheitern verurteilt.

Er sagt: Scheitern bedeutet, sich von Gott, von seinem Selbst abgetrennt zu haben. Diese Art von Scheitern ist wirklich tragisch. Dagegen ist ein gescheiterter Job harmlos. Selbst wenn man keine 15 Milliarden hat ;-).

Ich wünsche Dir heute, dass Du nicht scheiterst. Einfach, weil Du weisst, dass Du nicht scheitern kannst.

Liebe & Licht
Martin

Ein Kommentar

  1. Guten Morgen Martin,

    eine sehr gute Kommentierung. Wie wäre es denn wenn Mr. Ballmer das Geld sinnvoll nutzt, um sein Ego zu überwinden? 😉 Dann wären die 15 Milliarden sinnvoll investiert.

    Herzliche Grüße
    Ines 🙂

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