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Wovor habe ich Angst? …

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Als Martin am Freitag über Steve Ballmer geschrieben hat, habe ich mich gefragt wovor dieser Mensch Angst hat? Dem Scheitern, dem Imageverlust, dem Vorwurf nicht genügt und keine Leistung gebracht zu haben?

Nun ja, ich weiß es nicht. Es würde mich aber wirklich sehr interessieren und ich fände es klasse einmal die Gedanken von Steve Ballmer sehen zu können. Ich vermute, es wird zutiefst menschlich.

Was macht uns eigentlich Angst?

Genauer betrachtet hat die Angst an erster Stelle die Funktion uns zu schützen. Sie warnt uns und macht unseren Körper fluchtbereit, wenn wir uns bedroht fühlen. Eine äußerst sinnvolle Funktion, hat sie doch schon in Urzeiten das Überleben gesichert. Damit ist dann aber auch schon ihre ureigenste Aufgabe erfüllt.

Darüber hinaus kann sie eigentlich nichts bewirken und ist eher hinderlich um Probleme zu lösen. Wir bremsen uns selber aus und verlieren den Überblick, sind verzweifelt. Dabei ist die Angst doch einfach ein Zustand, der auch wieder vorbei geht. Doch dieser Gedanke ist für uns nicht präsent. Wir sind in unsere alten Glaubenssätze (z.B. Ich kann das nicht.) verstrickt, messen ihnen eine hohe Bedeutung bei und sind im wahrsten Sinn des Wortes „blind“.

Und was kann ich tun?

Jessica Wilker hat in ihrem Buch „Das Einmaleins der Gelassenheit – Vom besseren Umgang mit uns selbst“  zum Thema Angst Folgendes zusammengefasst und eine Affirmations-übung hinzugefügt:

„Selbstverständlich sollten wir unsere Angst respektieren. Wir brauchen uns ihretwegen weder zu schämen, noch sie peinlich zu finden. Wir müssen sie nicht unterdrücken, verleugnen oder uns über sie lustig machen. Wir sollten sie berücksichtigen, also vorsichtig sein und uns zu nichts zwingen, das uns überfordert. Doch wir sollten uns von ihr nicht unterdrücken, einschüchtern oder einengen lassen, sollten nicht vor lauter Angst erstarren oder blind werden, auch nicht weglaufen oder aufgeben. Stattdessen sollten wir die Angst fest an die Zügel nehmen – wir lassen uns von ihr warnen, aber dann bremsen wir sie und lassen sie nicht mit uns durchgehen. Wir entscheiden letztlich, wie wir mit ihrer Wirkung umgehen wollen. Dabei erkennen wir den Wert an, den sie wirklich hat, und messen ihr keinen bei, den sie nicht verdient hat.“

Folgende Affirmationen können uns helfen die Angst anders zu betrachten und einen neuen Umgang mit ihr zu pflegen:

  • „Es gibt Angst. Sie kommt und vergeht.
  • Es tut uns gut, sie zu erkennen und zu respektieren.
  • Es tut uns gut, unsere Glaubenssätze zu überprüfen.
  • Es tut uns gut, die Angst an die Zügel zu nehmen. Uns nicht von ihr beherrschen zu lassen, sondern zu entscheiden, wie wir auf sie reagieren wollen.“ 

Heute wünsche ich Dir, dass du erkennst und für dich entdeckst was die Angst in Wirklichkeit ist. Überprüfe deine persönlichen Glaubenssätze und befreie dich von deinem persönlichen Sichtschutz hin zur Freiheit und zum Leben. Geniess das Unbeschwertsein und sei einfach du selbst.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines 🙂

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