Morgenraum

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Eine Insel …

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Eine Insel mitten im Meer, eine Insel,

da ist das Leben nicht schwer,

kein Stress, keine Arbeit, kein Berufsverkehr.

Ich träume oft davon, wie schön es wär‘.

(Farin Urlaub, „Insel“)

Ich lese zur Zeit im Buch „Inselstolz“. In diesem Buch werden 25 Menschen porträtiert, die auf unterschiedlichen Inseln in der Nordsee leben. Das Inselleben hat mich schon immer fasziniert, denn für mich ist es Freiheit auf kleinstem Raum. Hier verstellt nichts den Blick, Du kannst durchatmen und die Natur hautnah erfahren. Die Liebe, zu den Inseln und dem sie umgebenden Meer, wurde mir schon früh in die Wiege gelegt. Mit meinen Eltern bin ich oft gesegelt. Dabei habe ich Inseln und das Meer auf unterschiedlichste Arten und Weisen kennengelernt – fast glatt wie ein Spiegel oder auch sturmgepeitscht. Eines ist sicher, es ist eine enorme Kraft.

Der ehemalige Inselpfarrer von Wangerooge, Kurt Weigel, bringt im folgenden Text und Gedicht seine Beziehung zum Meer besonders zum Ausdruck:

„Die Kirchenväter haben Gott mit dem Meer verglichen. Wegen seiner Dynamik, der Tiefe, der Gefahr, der Unendlichkeit und der Fragen, die es aufwirft. Wenn Gott Liebe ist, kann man sich in dieses Meer legen, und das Meer wird einen tragen unter der Bedingung, dass ich keine Angst habe. Ich muss nur weiter atmen und mich treiben lassen. Wenn ich Angst habe, halte ich die Luft an und verkrampfe, denn Angst macht eng. Mir macht das Meer keine Angst. …

Meer,
dir traue ich,
weil du trägst
die schwersten Lasten,
die leichtesten Federn.
Auch mich wirst du tragen,
wenn ich es dir übergebe,
was ich durchschritt,
durchschrie,
und nun freigebe aus brunnentiefer Seelenlandschaft.“

An diesem dritten Adventsonntag wünsche ich dir die Bewusstheit für deine Sehnsuchtsorte und die Achtsamkeit diese in deinem Alltag immer wieder in stillen Momenten zu spüren. Quasi eine Insel oder auch Ankerplatz im tosenden oder auch ruhigem Meer. Atme tief durch, vertraue und fühle dich frei.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines 🙂

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