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Das zeitlose Universum 2

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Die Physiker haben ein Zeitproblem. Klar, haben wir heutzutage ja fast alle. Aber davon ist hier nicht die Rede. Die Richtung der Zeit bezeichnen wir gerne mit dem Zeitpfeil und der zeigt bekanntlich von der Vergangenheit in die Zukunft. Aber in den naturwissenschaftlichen Formeln hat die Zeit keine Richtung, sie sind sozusagen temporale Annagramme.*

Zur Rettung kommt uns da die Entropie. Sie zeigt eine „temporale Vorliebe“ und nimmt mit fortschreitender Zeit zu. Warum wissen wir nicht und doch gibt es keinen Zweifel. Schüttest Du einen Becher heißes Wasser in einen anderes Gefäß mit kalten Wasser so bekommst Du lauwarmes Wasser. Dagegen hat noch niemand beobachtet, dass lauwarmes Wasser, wenn es in zwei Becher schüttet von alleine in dem einen heiß und in dem anderen kalt ist. Rein physikalisch wäre das völlig okay. Es passiert nur einfach nicht.

So weit so gut. Nur kosmologisch betrachtet bedeutet dies, dass das Universum früher viel geordneter war als heute. Das widerspricht allerdings unserem Gefühl, dass sich das Universum entwickelt.

Ziehen wir also ein kleines Fazit: die Zeit ist abhängig von Raum und Materie und sie wirft Widersprüche auf. Der Physiker und Philosoph Kurt Gödel war sogar überzeugt, dass es die Zeit gar nicht gibt. Das ist vielleicht etwas extrem, aber zumindest möchte ich behaupten, dass sie definitiv nicht das ist, was sie uns so alltäglich vertraut zu sein scheint.

Ich wünsche Dir heute, dass Du voll und ganz in der Gegenwart weilst. Denn das ist der einzige Punkt, der widerspruchsfrei ist – selbst in der Naturwissenschaft.

Liebe & Licht

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* Das gilt streng genommen nur für die CPT-Symmetrie, aber das zu erklären würde hier zu weit führen.

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