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Ishvara Pranidhana …

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Der 8-stufige Weg des Raja-Yoga beinhaltet auf den ersten beiden Stufen die Yama (Empfehlungen für den Umgang mit anderen) und Niyama (Empfehlungen für den Umgang mit mir selbst). Ziele des Übungsweges ist es Samadhi zu erreichen, das Eins-Sein mit dem höchtsen Selbst.

Ishvara Pranidhana, die Hingabe zum Göttlichen, ist ein Punkt von fünfen in den Niyama. Er beinhaltet das Überwinden der Ichbezogenheit und die Öffnung und Hingabe an Gott.

Was bedeutet es genau?

In der Bhagavad Gita (Kap. 3, Vers 19 und  30) erläutert Krishna:

„Widme alle Handlungen mir und fokussiere diese Gedanken fest auf das eigene Selbst. Vollbringe deine Taten ohne Erwartungen und ohne Eigennutz sowie frei von Eifer, Furcht oder Angst …

Deshalb vollbringe du deine Pflicht stets ohne Hang (zum Erfolg): denn wer ohne solchen Hang seine Pflicht vollbringt, erreicht das höchste (Ziel).“

Hafte ich also an den Resultaten meiner Handlungen an (suche meine Bestätigung im Außen), dann kann dies zu Schmerz, Enttäuschung und Leid führen. Handle ich hingegen selbstlos (keine Zielorientierung) kann sich innerer Friede und Harmonie einstellen. Ich selber werde zu einem Instrument einer höheren Realität und Herzenswärme kann frei fließen zu mir selbst und anderen.

Wie kann ich umsetzen?

In erste Linie ist auch hier der Weg zur Verankerung im Leben das bewusste, stetige Üben und auch Nachsicht mit sich selbst, wenn es mal nicht so gut klappt.  Meine Großmutter hätte jetzt gesagt: „Übung macht den Meister.“

Ishvara Pranidhana bedeutet Vertrauen in eine höhere Realität (du kannst es auch Gott, Universum, Schöpfer nennen). Es heißt, dass du alle deine Handlungen in voller Verantwortung, mit Aufmerksamkeit/Achtsamkeit und Bewusstheit durchführst (wissensklar), aber nicht an den Ergebnissen anhaftest sondern loslässt und auf eine höhere Kraft vertraust (ich möchte betonen, dass dies nicht für Gewalt  gegenüber anderen Menschen oder Lebewesen gilt). Hilfe und Führung werden uns geschenkt, bei einem offenen Gestaltungsspielraum für unser Leben. Ein Gefühl des getragen seins kann sich auch bei vermeintlichen Fehlentscheidungen einstellen.

Ist doch mal ganz schön stressfrei, nicht der Macher zu sein und so angenommen zu werden wie man ist, oder?

Heute wünsche ich Dir, dass du einmal genau hinspürst zu dieser höheren Kraft und dich bewusst mit ihr verbindest in deinen Handlungen. Halte nichts fest, sondern lasse bewusst los und Freiheit kann sich einstellen.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines 🙂

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