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Zur Zeit lese und höre ich viele inspirierende Texte zum Thema Achtsamkeit, zum Thema Bestimmung und zum Thema spirituelle Praxis. Sie erinnern mich immer daran, ganz in diesem Moment zu leben. Das was ich gerade tue als das Wichtigste zu erachten, nämlich jetzt diesen Blogbeitrag zu schreiben. Doch da sind auch viele andere Gedanken. Gehe ich ihnen nach, dann bin ich nicht mehr in diesem Moment des Schreibens. Also genau hinschauen, wieder mit dem Atem verbinden und im Moment sein. Alles andere ist Nebenschauplatz und steht jetzt nicht an.

Heute möchte ich in diesem Beitrag  über den Schwerpunkt „Bestimmung“ schreiben. Hierzu habe ich die folgende Geschichte gelesen:

Was macht den Menschen aus?

Lange überlegt der Schüler, ob er die Frage seinem Lehrer stellen soll. Er würde sich die Antwort gerne selber geben, aber genau das gelingt ihm nicht. Und nachdem er sich wieder und wieder den Kopf zermartert hat, entschließt er sich: „Meister, ich kann nicht herausfinden, was meine Bestimmung ist.“ Der Lehrer antwortet: „Wärest Du eine Blume, würdest Du den Sommer bunter machen. Wärest Du ein Baum, könnte der Wind in Deinen Zweigen spielen. Wärest Du ein Reiskorn, würdest Du die Welt ernähren.“ Der Schüler entgegnet:“Das ist ja mein Problem, ich weiß nicht, welche Aufgabe mir zugedacht ist.“
Der Lehrer nippt an seiner Teeschale, setzt sie ab und sagt: „Was macht den Menschen aus? Die Fähigkeit zu denken, Musik, Sprache? All das trifft zu, aber es berührt nicht den Kern der Frage. Wir Menschen sind die einzigen Lebewesen, die ihre Bestimmung suchen müssen. Sie wird uns nicht von der Natur zugewiesen. Das ist ein großes Privileg, aber auch eine Verpflichtung, und es kann auch eine Bürde sein.“ Der Schüler lässt sich die Worte des Meisters durch den Kopf gehen: „Was, wenn ein Mensch nicht zu seiner Bestimmung findet?“ Der Lehrer antwortet: „Viele Wege führen in die Irre, nur wenige zum Ziel. Man kann seine Bestimmung verfehlen sie nicht erkennen oder sie sogar verleugnen. In der Welt ist daraus schon viel Unglück entstanden. Denn ohne Bestimmung fehlt dem Leben Tiefe und Sinn.“ „Was aber kann ich tun, wohin soll ich mich wenden?“, fragt der Schüler und erschrickt über seine eigenen Worte, weil er weiß, dass der Lehrer jedem seiner Schüler beigebracht hat, nicht anderen Menschen die eigenen Entscheidungen zu überlassen. Der Lehrer aber lächelt und sagt:“ Worum sorgst Du Dich? Du bist doch bereits auf dem Weg.“

(Quelle: happinez, Nr. 6-2014)

Fragst du dich gerade was deine Bestimmung ist? Bist du jetzt in diesem Moment mit deinem Atem verbunden oder schweift dein Geist ab? Dann verbinde dich jetzt wieder ganz bewusst und vielleicht ist es gerade in diesem Moment deine Bestimmung, aufzuwachen und zu erkennen.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines 🙂

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