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Keine Zukunft ohne Vergangenheit …

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Vor kurzem habe ich den Newsletter zu der Veranstaltung „Literatur in den Häusern der Stadt“ hier in Bonn erhalten. Es wurde wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. Ebenfalls bekommt man Einblick in interessante Veranstaltungsorte da nicht nur Firmen, sondern auch Privatleute ihre Türen öffnen. Alle engagieren sich kulturell.

In Zeiten in denen immer mehr Gelder für die Kultur dem Sparzwang zum Opfer fallen, oder offen darüber diskutiert wird, ob kulturelle Einrichtungen überhaupt nötig sind, finde ich solche Veranstaltungen immer sehr begrüßenswert. Gab es doch mal Zeiten in diesem Land (und das ist nicht so lange her und immer wieder aktuell), wo die Kultur sich dem Diktat unterordnen musste, untergeordnet hat oder auch gänzlich verstummte und emmigrierte. Kultur hat auch etwas mit Bildung zu tun und so sollte es auch unsere Aufgabe sein, Kultur zu bewahren, alte und neue.

Wenn ich an die Zerstörung der Buddhafiguren in Afghanistan denke, werde ich immer noch traurig und wütend. Oder an das KZ Buchenwald in der Nähe  von Weimar. Welch ein Zynismus: Eine Stadt der Dichter und Denker und daneben eine Vernichtungsmaschenerie. Der Besuch hat mich damals tief bewegt und ist mir bis heute in Erinnerung.

Keine Zukunft ohne Vergangenheit, schreibt eine der Initiatorinnen der Veranstaltung in ihrem Vorwort zum Programm. Ein sehr treffende Aussage, wie ich finde. Denn ohne Vergangenheit, lernen wir nicht für die Zukunft und kann sich auch kein Blick nach vorne entwickeln. Kultur und Bildung sind wesentlich Eckpfeiler und nicht nur ein Privileg bestimmter Gesellschaftsschichten. Kultur sollte und muss für alle zugänglich, bezahlbar sein und das heißt auch, dass ich in der öffentlichen Debatte nicht immer hier zuerst den Rotstift ansetzen sollte.  Kultur öffnet auch den Blick über den eigenen Tellerrand, die eigene Kultur, hinaus und bereichert uns auf vielfältige Art und Weise.

An diesem Sonntag ist mein Blogbeitrag heute mehr politisch. Ich wünsche ich dir den bewussten Blick für die Kultur, die dich umgibt und in der du lebst. Dass du Kultur als eine Bereicherung empfindest, sowohl für dich selbst, als auch für andere und das du sie förderst, wo sie unsere Hilfe braucht, damit eine Zukunft basierend auf der Vergangenheit stattfinden kann.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines 🙂

 

 

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