Martin Neumann's Blog

Sonntag, 26.Juli 2015
von Sunshine
2 Kommentare

Schreibblockade …

Da sitze ich jetzt nun vor der morgenraum Seite für den Sonntagartikel und irgendwie fühlt sich mein Kopf leer an. So richtig will mir das Schreiben nicht so Hand von der Hand gehen. Mag vielleicht auch daran liegen, dass ich irgendwie gerade die Entspannung und das Nichtstun genieße. Sonntag Nachmittag und ich lasse mich treiben, denke nicht an Morgen, an die neu beginnende Arbeitswoche.

Dabei hat sich in der vergangenen Woche doch relativ viel ereignet. Ich musste gleich nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub zu einem Arbeitsmeeting nach Frankfurt fahren, am Mittwoch kam die Nachricht, dass meine Freundin Michaela ihr Baby zur Welt gebracht hat – Daniel Christopher wir begrüßen Dich ganz herzlich auf dieser Erde. Mögen Licht und Liebe Dich immer begleiten. – , eine Kollege hat einen Aufruf zur Typisierungsaktion bei der DKMS gestartet, da seine Tochter an Blutkrebs erkrankt ist – Ich wünsche von Herzen, dass sich ein geeigneter Spender/-in findet. – , Donnerstag Yoga unterrichten – Liebe Schülerinnen und Schüler ihr habt das klasse gemacht. -, Ulli ist am Freitag aus Berlin gekommen – Schön, dass Du wieder da bist und wir eine weitere wunderbare Zeit miteinander haben. – und last but not least Familie, Freunde und Bekannte wurden angerufen oder auch getroffen – Es ist wunderbar, dass es euch gibt. -. Eine bunte Mischung für Dich auf vielfältige Art und Weise dankbar bin.

Und trotzdem sitze ich jetzt hier und weiß nicht so richtig wie und was ich im Blog schreiben soll. Ganz ehrlich, ich lasse jetzt einfach los. Es erleichtert mich ungemein, mich nicht unter Druck zu setzen. Ich möchte gerade dieses Gefühl der inneren Balance nicht missen. Ihr liebe Leserinnen und Leser,  seht mir meine Schreibblockade nach. Es ist gerade wie es ist. Stille.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

Sonntag, 19.Juli 2015
von Sunshine
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Anmut …

 

Ein Baum der blüht, ist schön und
Erfreut den Menschen, ohne es zu wollen.
Ohne Blätter ist der Baum genauso schön.
Er läßt dich den Himmel sehen, ohne es zu wollen.
Ein Mensch, der blüht, ist schön.
Ein Mensch, der welkt, ist’s ebenso.
Der eine zeigt Dir, wohin du gehst.
Der andere, woher du kommst.
Der Weg ist der Weg, ohne es zu wollen.

(Das buddhistische Buch der Liebe)

 

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

Sonntag, 5.Juli 2015
von Sunshine
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Das Meer …

 

Grüß’ mir das Meer,
Silberne Wellen
Rauschen und schwellen,
Schön ist das Meer!

Grüß’ mir das Meer,
Golden es schäumt’,
Ob es auch träumet?
Tief ist das Meer.

Grüß’ mir das Meer,
Glücklich es scheinet
Ströme es weinet,
Groß ist das Meer.

(Friederike Kempner, 1836-1901)

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

 

 

Sonntag, 28.Juni 2015
von Sunshine
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Downsizing…

Wie ich jetzt heute vor meinem Kleiderschrank stand und die Sachen in den Seesack packte, habe ich mich gefragt, wie viele überflüssige Dinge ich wohl in diesem Schrank habe, die dort nur hängen und gar nicht mehr benutzt oder angezogen werden. Das war ganz schön erschreckend. Wir häufen in unserem Leben so viele Dinge an und machen uns gar nicht bewusst, dass es mit jedem Jahr immer mehr wird.  Also habe ich beschlossen im Herbst das Thema “Downsizing” anzugehen und mich mal so richtig zu trennen. Zimmer für Zimmer werde ich durchgehen.

Viele Kleidungsstücke sind noch gut erhalten und können ins Spendenkaufhaus, oder auch gut erhaltene Möbelstücke können noch einen neuen Einsatz erfahren. Es wird sicher spannend. Vor allem freue ich mich aber, dass ich dann Platz habe und Raum schaffe. Raum für Klarheit und Weite und das ich wieder das Loslassen neu erfahren kann.

Downsizing finde ich dafür einen sehr schönen Begriff. Ich lerne mich von Altem zu trennen und bei jeder Anschaffung konkret zu fragen, brauche ich das wirklich und wenn ja wozu?

Ich möchte bewusst eine neue Einfachheit für mich entdecken. Und Du?

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

 

Sonntag, 21.Juni 2015
von Sunshine
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Ich packe meinen Koffer und nehme …

Kennt Ihr auch noch dieses Spiel? In der Schule wurde es oft zum Abschluss des Schuljahres kurz vor den großen Ferien gespielt. Einer fing an und dann ging es weiter mit dem Nächsten, der zu dem Gegenstand des Vorgängers noch etwas in den Koffer dazu gab. Und so wurde die Liste immer länger und es war schwierig alles zu behalten. Wahrscheinlich hätten die ganzen Dinge eh nicht in den Koffer gepasst. ;-)

Weniger ist Me(h)er

Wenn ich demnächst wieder meine festen 4-Wände gegen schwankenden Untergrund tauschen werde, haben ich und Ulli  ein schwimmendes Zuhause  mit einer Koje in einer kleinen Kabine. Da musst Du gut schauen, was Du in den Seesack packst und mitnimmst. Beschränkung auf das Wesentliche. Es ist immer wieder erstaunlich, mit wie wenig man auskommen kann und so wird es diesmal wieder meine Aufgabe sein, genau zu schauen, abzuwägen ob das ein oder andere wirklich nötig ist und gebraucht wird. Manchmal frage ich mich, warum wir das nicht öfter in unserem Leben tun? Warum ist es so erstrebenswert einer Norm zu folgen?

Wenn ich achtsam durch mein Leben gehe, dann gelingt es oft gut loszulassen und anzunehmen, was ist. Stehe ich unter Druck wird es schwierig. Das Bewusstmachen scheint mir an dieser Stelle der Schlüssel zu sein. “Wissensklar” wie Adriaan immer sagte. Wenn ich diese Voraussetzung erfülle lebe ich ganz im Moment und bin bei der Sache, beziehungsweise bei mir. Wenn ich sitze, sitze ich. Wenn ich stehe, stehe ich. Nicht mehr und nicht weniger. Basta.

Dazu gibt es auch eine kleine Geschichte:

Ein Zen-Mönch wurde gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so gesammelt sein könnte.

Er antwortete:
Wenn ich stehe, dann stehe ich.
Wenn ich gehe, dann gehe ich.
Wenn ich sitze, dann sitze ich.
Wenn ich esse, dann esse ich.
Wenn ich spreche, dann spreche ich …

Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten: Das tun wir doch auch, aber was machst du darüber hinaus?

Er sagte wiederum:
Wenn ich stehe, dann stehe ich.
Wenn ich gehe, dann gehe ich.
Wenn ich sitze, dann sitze ich.
Wenn ich esse, dann esse ich.
Wenn ich spreche, dann spreche ich …

Wieder sagten die Leute: Das tun wir doch auch.

Er aber sagte zu Ihnen:
Nein, wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon,
wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel …

Na, schon geschmunzelt und dich selbst wieder erkannt? Für heute wünsche ich dir, dass wenn du deine Koffer packst oder eine andere Aufgabe zur Erledigung auf deiner Agenda steht, dies mit Bewusstheit tust. Mach einfach eine kleine Übung daraus und achte auf deinen Geist, ob er wirklich bei der Sache ist, oder vielleicht doch schon beim Mittagessen oder sonstwo in diesem großen Universum. Lass Dich nicht austricksen und bleib fokusiert. Atme und erfahre.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

 

Montag, 15.Juni 2015
von Sunshine
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The Passenger …

Am Samstag war ich mit Ulli im Theater und wir haben uns eine kleine Musikshow mit Liedern aus den 50er, 60er, 70er und 80er Jahren angeschaut. Es war so schön schrill und bunt. Und vor allem die Mode der jeweiligen Jahrzehnte war klasse. Petticoats, spitze Schuhe, Nylonhemden, Plateauschuhe, Hemden mit Rüschen, die Waschmittelwerbung von Ariel mit Klementine. Es war so eine richtige Reise in die Vergangenheit und wir beide haben uns dabei ertappt, wie wir auch das meiste wiedererkannt haben und mitsingen konnten. Unsere Stimmen waren nachher ganz schön belegt.

Wir sind also auf der Reise …

An diesem Abend hatte ich viele Bilder aus meiner Kindheit, meiner Teenagerzeit und als junger Erwachsener vor Augen.  Damals ging irgendwie die Zeit anders. In der Schule war die lila Latzhose angesagt, später dann die Ausbildung und danach der erste Job in Hannover, über 360 km von zuhause weg, das Nest verlassen. Die erste eigene Bude.Und so gibt es noch viele Momente mehr, in diesem Leben. Ja, ich werde älter.  Die Jahrzehnte sind ins Land gegangen. Ich habe mir meine Neugier bewahrt. trotz oder gerade wegen 51 Lenzen. Ich bin ein Kind der Babyboomer Generation und stolz darauf. Und so bin ich eine Reisende durch die Zeit auf einem großen Schiff mit Namen “Leben”.   Das folgende Lied von Iggy Pop hat mich schon damals sehr angesprochen:

I am the passenger and I ride and I ride
I ride through the city’s backsides
I see the stars come out of the sky
Yeah the bright and hollow sky
You know it looks so good tonight

I am the passenger
I stay under glass
I look through my window so bright
I see the stars come out tonight
I see the bright and hollow sky
Over the city’s ripped backsides
And everything looks good tonight

Let’ sing, La la la la la la la la

Get into the car, we’ll be the passenger
We’ll ride through the city tonight
We’ll see the city’s ripped backside
We’ll see the bright and hollow sky
We’ll see the stars that shine so bright
Stars made for us tonight

Oh the passenger
Oh how he rides
Oh the passenger
He rides and he rides
He looks through his window
What does he see
He sees the bright and hollow sky
He sees the stars come out tonight
He sees the city’s ripped backsides
He sees the winding ocean drive
And everything was made for you and me
All of it was made for you and me
Cause it just belongs to you and me
So let’s take a ride
And see what’s mine

And sing La la la la la la la la

Oh the passenger
He rides and he rides
He sees things from under glass
He looks through his window side
He sees the things he knows are his
He sees the bright and hollow sky
He sees the city sleep at night
He sees the stars are out tonight
And all of it is yours and mine
And all of it is yours and mine

So let’s ride and ride and ride and ride

Oh Sing La la la la la la la la

(Iggy Pop, The Passenger)

Für heute Abend wünsche ich dir im Nachholsonntagblogbeitrag, die Freiheit des Reisenden durch dein Leben von einem Jahrzehnt in das andere. Das du sicher und bewusst auf dem großen Meer der Erfahrungen segelst und ab und an nicht die kleinen Pausen der Besinnung vergisst. Ride on.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

 

Mittwoch, 10.Juni 2015
von Martin Neumann
5 Kommentare

Sterne gucken für Blinde?

Am Freitag hatte ich die Ehre und das Vergnügen, den Besuchern der Sternwarte Sankt Andreasberg etwas über universe2go zu erzählen.

Die Sternwarte St. Andreasberg ist die höchstgelegene Sternwarte Norddeutschlands und liegt auf über 700 Metern mitten im Harz. Da sie sich innerhalb des Gebäudekomplexes des „Internationalen Haus Sonnenberg“ befindet, kann man dort auch gut Urlaub machen und Wandern und “Sterne gucken“ gut kombinieren. Das Besondere an dieser Sternwarte: Sie hat sich auf die Fahnen geschrieben auch Menschen mit Behinderungen einen Zugang zur Astronomie zu verschaffen. Sie soll in den nächsten Jahren zu einer komplett barrierefreien Sternwarte ausgebaut werden.

Da passt natürlich universe2go gut rein, weil seit zwei Wochen die Version mit „Voice Over“ für blinde Menschen und Menschen mit Sehbehinderungen im App-Store verfügbar ist.*
„Sterne gucken für Blinde?“ – ist die übliche Reaktion darauf, wenn ich davon erzähle. „Die können doch gar keine Sterne sehen!“ Ja, das stimmt. Aber Astronomie ist mehr als nur  ein visuelles Vergnügen. Immerhin kann universe2go mit der Stimme von Gerhard Fehn über 3 Stunden unterhaltsam und informativ daher plappern, wenn man es lässt ;-)

Und durch die Astro-Brille bekommt man ein Gefühl für die Position und die Bewegung der Sterne und der Sternbilder auch wenn man sie nicht sieht. Nach zwei Jahren Entwicklungsarbeit kann ich euch sagen, dass ich selbst in meinem Büro ziemlich genau weiss, welche Sterne gerade wo am Himmel stehen. Das ist ein schönes Gefühl. Subtil und ungewöhnlich.Vielen Dank nochmals an Utz Schmidtko für die Einladung. Ich bin sicher, dass das der Beginn einer wundervollen Astro-Freundschaft ist ;-)

Heute wünsche ich dir einfach mal ganz simpel: clear skies.

Liebe & Licht

 

 

* Mein besonderer Dank gilt hier dem lieben Menschen und begeisterten Astronomen Gerhard Jaworek, der die Version getestet und wertvolle Hinweise gegeben hat.

Sonntag, 7.Juni 2015
von Sunshine
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Der Sandmann …

Helgoland HafenWie Ihr ja sicherlich schon wisst, mag ich die Insel Helgoland sehr gern und fühle mich dort zuhause. Heute morgen hielt ich das Buch “Siehst Du bei Nacht die Sterne” mit Geschichten und Gedichten von James Kruss (Helgoland-Insulaner) in der Hand. Es ist nicht nur ein Buch für Kinder, sondern auch für Erwachsene.  Früher als Kind, hat mir meine Mutter immer beim Zubettgehen vom Sandmann erzählt, der den Schlafsand mitbringt. In mir gab es dann immer eine große Vorfreude und ich konnte ganz ruhig einschlafen.

Mit diesem Gedicht von James Krüss, finde ich mich in meine Kindheit zurückversetzt:

Der Sandmann

Wenn es Nacht wird, wenn es Nacht wird
und die Lampe angemacht wird,
zieht der Sandmann durch die Stadt,
und trägt auf seinem Nacken
einen riesengroßen Packen,
wo er Träume drinnen hat.

Und dann geht er, und dann geht er
zur Maria und zum Peter,
und dann streut er mit der Hand
in die Augen dieser beiden -
den er mag sie gerne leiden -
ein paar Körner weißen Sand.

Und dann träumen, und dann träumen
die zwei Kinder von den Bäumen
die im Morgenlande sind,
von den Palmen, tief im Süden,
von den großen Pyramiden
und vom heißen Wüstenwind.

Und sie schlafen, und sie schlafen.
Doch der Sandmann geht zum Hafen,
denn im Hafen liegt sein Boot.
Und das Boot ist groß und prächtig.
Und der Mast ist hoch und mächtig.
Und die Segel, die sind rot.

Und er gleitet, und er gleitet
in den Himmel, der sich weitet.
Und die Winde blasen sacht.
Und er segelt mit den Träumen
in den sternenklaren Räumen
durch die große blaue Nacht.

Heute an diesem Sommersonntag wünsche ich dir, dass du eine entspannte Nacht hattest, die dich positiv auf diesen neuen Tag eingestimmt hat. Genieße das Leben und weile im Moment Und wenn heute Abend die Zeit gekommen ist am Kopfkissen zu lauschen, dann siehst du vielleicht den Sandmann aus deiner Kindheit und kannst geborgen und behutsam einschlafen.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines :-)

 

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