Morgenraum

deine tägliche Dosis Inspiration

… ich warte!

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Diese einfache Zeile habe ich gestern in der Tageszeitung gelesen. Ein Schreiber/-in grüßt einen anderen Menschen. Vielleicht ist es eine Antwort oder einfach nur ein Zustand in dem derjenige/diejenige sich gerade befindet. Vielleicht ist es aber auch eine Botschaft um einem anderen deutlich zu machen, ich bin für dich da, ich lasse dir Zeit  oder auch im anderen Sinne eine Abgrenzung. Egal wie, Warten kann immer mehrere Facetten haben.

Es gibt ein berühmtes Theaterstück von Samuel Beckett „Warten auf Godot“. Hierin treffen sich zwei Landstreicher immer am gleichen Ort und warten auf eine Person, nämlich „Godot“. Das Stück lässt bewusst offen, wer diese Person ist und so obliegt einem jeden selbst die Interpretation. Mich regt es immer dazu an darüber nachzudenken, was das Warten bewirkt.

Einerseits finde ich, ermöglicht es dir einen distanzierten Blick auf die Dinge. Es heißt ja immer so schön: „In der Ruhe liegt die Kraft“.  Wenn ich also Distanz gewinne kann ich Dinge und Situationen noch einmal neu überdenken und bewerten. Vielleicht komme ich zu einem ganz anderen Schluss, als zum Zeitpunkt des direkten Geschehens und kann dann wieder fokussiert und mit Klarheit weitergehen.

Andrerseits hat Warten aber auch eine lähmende Komponente. Das heißt ich bleibe in einer für mich ungünstigen Situation verhaftet und warte darauf, dass sich die Dinge von selbst ändern. Hier sei gesagt, dass Aktivität oftmals der bessere Ratgeber ist. So kann ich mich bewusst aus einer für mich ungünstigen Situation (z.B. auf der Arbeit) befreien, in dem ich aktiv werde und versuche eine Änderung herbei zu führen.

Wichtig ist dabei, dass du genau hinfühlst , genau spürst und dich mit deinem Selbst verbindest. Ich nenne es auch Bauchgefühl oder Intuition.  In schwierigen Situationen sind dies oft die besten Ratgeber und zeigen dir den richtigen Weg. Natürlich heißt das nicht, dass man den Verstand ausschalten sollte (siehe auch Blogbeitrag von Martin: „Und worauf wartest Du?). Jedoch ist dieser eher in der letzten Instanz tätig und hat in diesem Moment nur eine Berater- oder Anschubserfunktion.

Heute wünsche ich Dir einen guten Zugang zu dir selbst, um genau zu spüren welches Gleichgewicht du in Situationen des Wartens für dich finden möchtest. Egal wie, ausschlaggebend ist immer die richtige Balance deiner eigenen inneren Waage für dein persönliches Wachstum.

Om Shanti. Om Frieden.
Ines 🙂

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