Martin Neumann's Blog

Verpasste Chancen

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Polarlichter sind ein in unseren Breiten eher selten zu beobachtendes Himmelsphänomen. Ich habe zum Beispiel noch nie welche gesehen. Immer kam etwas dazwischen. Gestern und heute bin ich geschäftlich im Rheinland unterwegs. Und gestern Abend gab es Polarlichter in Deutschland zu sehen. Hier in Bonn konnte ich visuell aber nichts wahrnehmen. Sehe aber gerade auf Facebook, dass jemand wundervolle Polarlicht-Fotos unweit meines Hauses (Horn) aufgenommen hat. Aaargghhhh….

Was macht man damit? Seit meiner Kindheit möchte ich mal Polarlichter sehen. Zwar habe ich schon einmal welche aus einem Flugzeug gesehen (also doch!), aber das hat meinen Wunsch nach diesem visuellen Erlebnis nur verstärkt. Und nun bin gerade weg, wenn mal welche bei mir vor der Haustür (im wahrsten Sinne des Wortes) ein Gastspiel geben.

Zut. Was macht man damit? Sich ärgern über die Ungerechtigkeit des Schicksals? Besser vorbereitet sein? Nach Nord-Norwegen fliegen (nehme ich mir jedes Jahr vor…)? Oder einfach zufrieden damit sein, dass man einen interessanten Abend verbracht hat. Sich in der Vorfreude baden, dass die Lichter sicher noch mal zu mir vor die Haustür kommen.

Ich wünsche Dir heute, dass Du verpassten Chancen nicht nachtrauerst. Es gibt immer eine neue. Ganz gewiss an jedem neuen Tag.

Liebe & Licht

  

3 Kommentare

  1. Die Polarlichter muss ich auch noch unbedingt sehen, war mir gar nicht bewusst das man dieses auch in Deutschland tun kann.

    Ich habe letzte Woche in Bonn ein paar Sternenbilder aufgenommen, die Lichtverschmutzung mitten in Bonn ist recht hoch, dennoch wunderte ich mich, das man durchaus ein paar Sterne aufs Bild bekommt. Wer mal schauen möchte kann dies hier tun:

    https://www.flickr.com/photos/dragonito/16763071156/in/photostream/

    Natürlich kann man mit besserer Hardware und weniger Lichtverschmutzung vermutlich das millionenfache an Sternen auffangen, aber dennoch bin ich zufrieden mit dem Ergebnis :)

  2. Hallo Martin,

    sehr schöner Beitrag. Frage mich gerade, ob wir jede Chance wahrnehmen müssen oder ob es nicht viel mehr darum geht sich in Zufriedenheit zu üben. Ein großes Übungsfeld.

    Herzlichen Dank auch für die “Danke” Karte. Darüber habe ich mich sehr gefreut.

    Herzliche Grüße an Euch alle in Horn
    Ines :-)

  3. @Robin: Hey, deine Bilder sind sehenswert. Ist schon krass mit wie wenig Aufwand man einen schönen Effekt erzielen kann, wenn aufmerksam ist und “nur mal einfach ausprobiert”, oder?

    @Ines: Danke, Danke :-) Nein sagen zu können ist sicher eine sehr wichtige Fähigkeit. Aber hier ging es mir ja eher um dieses Gefühl von “isn’t that ironic”, welches Alanis Morisette in ihrem Song so schön beschreibt. “It’s like ten thousand spoons when all you need is a knife”. Es fällt leicht, zu glauben, dass im Universum alles zu unserem höchsten, besten passiert, wenn wir von einer kühlen Brise umweht bei 30 Grad unter Palmen am Strand von Bali liegen (replace with any other imagery you prefer…). Unser Stärke und Achtsamkeit zeigt sich aber vor allem in diesen “isn’t that ironic”-Momenten. Du musst dir die Frage stellen: “Was mache ich jetzt damit? Glaube ich immer noch, dass dies zu meinem höchsten, besten passiert?”

    Wünsche euch einen wundervollen Tag und sende euch liebe Grüße
    Martin

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